Stress reduzieren durch Achtsamkeit

Wie du das Bewusstsein für deinen Körper stärkst


Kennst du das? Das du beim Frühstück bereits an die Arbeit denkst. Den Weg zur Arbeit zum Telefonieren, Musik oder Hörspielhören „nutzt“ und gleichzeitig fährst. In der Arbeit an die Mittagspause denkst. Dann gedanklich vielleicht noch bei deinem gestrigen Abend bist oder schon im nächsten Meeting? Und im Meeting schon den Abend planst. Vielleicht hast du noch etwas vor oder einfach Verpflichtungen die anfallen. Oder vielleicht endet der Tag auch vor dem Fernseher, Netflix oder Social Media scrollen.


Das ist Beispiel und vielleicht etwas übertrieben, dennoch: so geht es vielen und vielleicht sieht es bei dir, nicht ganz genau so, aber ähnlich aus. Denn meistens hetzen wir von einem Ereignis oder Termin zum nächsten und sind mit unseren Gedanken entweder noch beim letzten Ereignis oder schon weit im Voraus. Auch das verursacht und fördert Stress und hat, wie wir wissen, negative Auswirkung auf unsere Gesundheit.


Und wie sollen wir in einem Alltag wie diesem auch noch die Signale unseres Körpers wahrnehmen?

Unser Körper & auch Geist senden uns tagtäglich Signale & Botschaften und es klingt erstmal selbstverständlich, dass wir diese wahrnehmen. So sollte es auch eigentlich sein, doch über die Jahre haben wir es verlernt, da wir uns in unserem Alltag keinen Raum nehmen, einfach mal in uns hineinzuspüren. Wir laufen und laufen von einer Aktivität zu nächsten und wenn wir uns vermeintlich entspannen, dann „machen“ wir wieder irgendwas wie scrollen durch social media Feeds, Fernsehen schauen, aber auch Podcasts hören oder lesen. Sich so richtig mal Zeit zu nehmen, um nichts zu tun, das geschieht selten. Warum das so ist und warum es vor allem kollektiv bei uns allen so ist, das ist Stoff für einen eigenen Blogartikel.


Vielleicht fragst du dich: wie sendet uns denn unserer Körper Signale & Botschaften und warum ist es so wichtig, denen zu folgen?

Unser Körper kommuniziert mit uns bspw. in Form von kalten Füßen, starkes Frieren generell, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch einem starken Hunger- oder Durstgefühl oder seien es die eher tabuisierten Blähungen.

Wenn wir diese Signale nicht wahrnehmen und diese Bedürfnisse nicht befriedigen, löst das in unserem Körper Stress aus. Auch wenn wir nicht auf Toilette gehen, wenn es unser Körper verlangt oder nicht dann essen wenn wir Hunger haben (ich spreche von Hunger nicht von Appetit, auf den Unterschied werde ich in den nächsten Wochen noch eingehen), dann erzeugt das in unserem Körper Stress.


Hören wir nach wie vor nicht auf die Signale, die uns unser Körper sendet, muss er lauter werden und sie in der Intensität verstärken. In der Hoffnung wir nehmen sie wahr. Das kann sein, in Form von Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsproblematiken, bei Frauen auch Beschwerden während der Menstruation etc.


Was passiert, wenn wir diese Schmerzen haben? Wir müssen uns Zeit nehmen, uns ggfs. hinlegen und uns gezielt nur mit diesen auseinandersetzen. Bestenfalls! Sonst nimmt man eine Schmerztablette und macht so weiter wie bisher. (Damit möchte ich nicht sagen, dass man Schmerztabletten bei starken Schmerzen nicht einsetzen sollte) Sondern eher, dass man sich trotzdem hinlegt und seinem Körper mal zuhört. Was will er mir sagen, wo muss ich langsamer machen bzw. wo meinen Fokus hinrichten? Brauche ich gerade eher Bewegung oder Ruhe? Welche Lebensmittel tun mir gerade gut, welche nicht?


Und so kann jeder die Signale sehen, bevor es sich in Form einer Krankheit im Körper manifestiert. Jetzt ist natürlich spannend zu erfahren, wie geht das denn?


Wie kann ich denn im Laufe des Tages die Signale meines Körpers wieder besser wahrnehmen?

Der erste Schritt ist sicherlich sich dessen bewusst zu werden: mein Körper sendet mir Botschaften und das macht er auf ganz unterschiedliche Weise. Dabei ist natürlich auch nicht so einfach zu unterscheiden, welche Signale kommen vom Körper oder welche sind bspw. durch Stress ausgelöst. Ein Beispiel: Nur weil wir richtig Lust auf Pizza haben, heißt das nicht, dass das ein Signal unseres Körpers ist, sondern es kann die Kompensation von Stress sein. Denn Stress erzeugt bestimmte Gelüste, die sich in Form von süß, salzig wie Chips oder sauer zeigen können. Somit ist ein wichtiger Schritt Stress irgendwie zu reduzieren.


Und genau da kommt, das mittlerweile schon leicht überstrapazierte Wort „Achtsamkeit“ ins Spiel. Es ist zurzeit in aller Munde und man kann es schon fast nicht mehr hören, dennoch verbirgt sich dahinter so viel Potenzial. Denn die Achtsamkeit kann ein Weg sein, Stress zu reduzieren und ausgeglichener durch deinen Tag zu gehen und dadurch auch die Signale des Körpers wieder besser wahrzunehmen.


Und was verbirgt sich genau hinter Achtsamkeit?

Es ist letztendlich eine Form der Aufmerksamkeit: den gegenwärtigen Moment bewusst zu erleben, nach innen zu hören (und im besten Fall ohne ihn zu bewerten). Es ist eine Möglichkeit wie wir uns von Automatismen oder dem „Autopilot“ lösen können.

Natürlich haben diese Automatismen auch seine Relevanz, denn durch sie können wir sehr effizient durch den Tag gehen, dennoch werden wir dadurch etwas abgestumpft und unaufmerksam und sind mit unseren Gedanken schon wieder 3 Schritte weiter.


Und wie hängt Achtsamkeit nun mit Ayurveda zusammen?

Achtsamkeit hilft uns dabei, den gegenwärtigen Augenblick wieder bewusst zu erleben und dadurch auch das Bewusstsein für den eignen Körper zu stärken. Dadurch merken wir wieder besser, wann wir denn eigentlich Hunger oder Durst haben, wann wir Ruhe brauchen und Zeit der Entspannung nötig ist, wann wir müde sind und viele weitere wichtige Aspekte unseres Wohlbefindens.


Aber wie mache ich das denn jetzt nun? Und wann finde ich, denn überhaupt noch Zeit dafür?

Ganz langsam, Schritt für Schritt. Plane dir Momente der Achtsamkeit bewusst ein, denn sonst vergessen wir es schnell im Laufe des Alltags wieder, ob mit Hilfe von Post Its, deinem Handyhintergrund, einer App, ein Eintrag im Outlook-Kalender. Oder du machst es gemeinsam mit dein*er Kolleg*in oder Freund*in und ihr erinnert euch gegenseitig daran. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, da sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.


Die einfachste Achtsamkeitsübung: immer und überall durchführbar ist


Atme bewusst ein und aus


Nächste Woche werde ich mit dir auf Instagram, Facebook und LinkedIn jeden Tag eine Möglichkeit teilen, wie du an diesem Tag eine einzige Sache bewusst machen kannst. Das wird dich keine extra Zeit kosten, sondern es geht darum deine volle Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken, die du sowieso tagtäglich machst. Und ganz ehrlich auch ich bin noch kein Spezialist darin und muss mich auch immer wieder daran erinnern und somit erinnern wir uns einfach gemeinsam.


Die Woche wollen wir am 17.10.2021 um 19:30 mit einem kostenfreien Workshop gebührend gemeinsam beenden und auf wichtige Aspekte eingehen, die der Herbst so mit sich bringt. Dabei warten spannende Empfehlungen & Tricks für dein Stressmanagement sowie deine Ernährung & Lifestyle im Herbst auf dich. Das Ganze werden wir mit einem achtsamen einchecken in den Körper abrunden. Somit eine ganz wundervolle Kombination aus Empfehlungen & Wissen und innere Ruhe & Achtsamkeit. Für mehr Infos & zur Anmeldung geht es hier.


Ich freue mich, wenn du dabei bist :)

Deine Jill

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